Freunde der AIC Madagaskar e.V. Herne
Freunde der AIC Madagaskar e.V. Herne

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....und so sieht es schon vier Wochen später aus

Akany Avotra: Ein kleines Haus für eine Wohngemeinschaft der großen Jungen

Unser Verein betrauert den Tod unseres Mitglieds Ulrich Klameth und seiner nur wenige Wochen später verstorbenen Frau Evelin. Die Familie Klameth hat die Arbeit der AIC Madagaskar viele Jahre lang unterstützt. Die Spenden anlässlich ihrer Beisetzung ermöglichen jetzt den lange geplanten Bau eines Hauses für die älteren Jungen auf dem Grundstück des Kinderheims in Fort Dauphin. Die Jungen werden weiterhin vom Leiter des Kinderheims betreut und besuchen die Schule, haben aber einen eigenen Raum zum Lernen und müssen sich eigenverantwortlich um ihre Wohnung kümmern. Das kleine Haus wird ein bleibendes Andenken sein.

Wir freuen uns, dass es losgeht und der Grundstein gelegt werden konnte.

 

Olivier

Vor vielen Jahren erschien ein kleiner Junge bei der AIC Manakara und bat um ein Hemd, weil er zur Schule gehen wollte. Seine Mutter war gestorben, er kümmerte sich um seinen kranken Vater, der keine Arbeit hatte. Er bekam nicht nur das Hemd, sondern auch Schulgeld und Mittagessen. Fleißig, gescheit und zielstrebig schaffte er ein sehr gutes Abitur. Daneben pflegte er die ganze Zeit seinen Vater. Vielleicht wollte er deshalb unbedingt Medizin studieren – ein Wunsch der Wirklichkeit wurde durch ein Stipendium unseres Vereins.

Jetzt ist Olivier Arzt in einem von einer italienischen Organisation betriebenen Krankenhaus in einer abgelegenen Gegend im Süden von Madagaskar, wo er dringend gebraucht wird. Er ist mit einer Krankenschwester verheiratet und hat eine leine Tochter.

Olivier ist nicht der einzige, der es geschafft hat, aber viele weitere begabte Jugendliche warten auf diese Chance. Sie können ihnen durch ein Stipendium helfen, persönlich oder als Gruppe. Nähere Informationen geben wir Ihnen gerne.

 

Musikinstrumente für das Kinderheim

Richtig schön Musik machen - das wünschten sich die Kinder und Jugendlichen im Kinderheim schon lange - nur womit und wie? Julia und Felix, die im Herbst 2016 als Freiwillige im Kinderheim gearbeitet hatten und seitdem Kontakt mit ihnen hatten, wussten von diesem Wunsch und schafften es Freunde und Familie zu mobilisieren und genügend Spenden zu bekommen. Gerade rechtzeitig, im Frühjahr 2020, als auch in Madagaskar Schulen, Universitäten und Einrichtungen wegen Coroa schließen mussten, konnten die Instrumente angeschafft werden - wie man sieht werden sie eifrig benutzt.

 

10 Jahre Projekt Tsiry - eine Erfolgsgeschichte

Als wir im Herbst 2010 mit der Ausbildung der Lehrer und im Frühjahr 2011 mit den ersten Kursen starteten, konnten wir nicht ahnen, wie langfristig, erfolgreich und nachhaltig das Programm sein würde. Bis zum Sommer 2020 haben an 11 Standorten 5173 Erwachsenen und an 7 Standorten 2180 Kinder, davon 1283 Mädchen teilgenommen.

Die Kinder, die die Kurse bis zum Grundschulabschluss besuchen, erhalten jeden Tag eine warme Mahlzeit, bei deren Zubereitung die Mütter helfen. Den Kindern wird nach Möglichkeit der Besuch weiterführender Schulen, Studium oder Ausbildung ermöglicht.

Die Erwachsenen verfügen in der Regel nach Abschluss des Kurses über ausreichende Rechen-, Lese- und Schreibfähigkeiten, um ihren Alltag gestalten und ihre Bürgerrechte wahrnehmen zu können. Nach Abschluss des einjährigen Kurses erhalten sie einzeln oder als Gruppe eine finanzielle Unterstützung zur Existenzgründung und weiterhin Beratung und Information, z.B. zu Impfungen, Hygiene, Abrechnung.

 

Eine Besonderheit ist, dass die Dorfgemeinschaften selbst für die Kurse verantwortlich sind und dass dabei auf die Lebensbedingungen der Menschen, z.B. Saat- und Erntezeiten, Dürre und Überschwemmung Rücksicht genommen wird. Lehrer und Ausbilder bekommen - was in Madagaskar nicht selbstverständlich ist - ein regelmäßiges Gehalt und eine kleine Versicherung, auch während der Ferien und eine jährliche Fortbildung mit Evaluation.

 

Mit Stolz können wir sagen, dass die AIC Madagaskar mit Hilfe verschiedener Spender und maßgeblicher Beteiligung unseres Vereins 7353 Menschen geholfen hat, ihr Recht auf Bildung zu verwirklichen.

 

Trotz der Corona bedingten Einschränkungen wird es im September mit der Fortbildung der Lehrer und im Oktober mit den Kursen weitergehen.

Dazu brauchen wir weiterhin Ihre Unterstützung

 

Rose de Lima Ramanankavana

Internationale Präsidentin der AIC

Im März 2020 wurde Rose de Lima Ramanankavana, die 1988 an der Gründung der AIC-Madagaskar beteiligt war, zur internationalen Präsidentin der AIC gewählt, einem Netzwerk von 100.000 Ehrenamtlichen in 55 Ländern. Rose hat langjährige Erfahrung auf internationaler Ebene in verschiedenen Funktionen, und dieser Erfolg ist eine Anerkennung ihrer Führungsqualitäten sowie ihrer harten Arbeit für die Ärmsten der Armen in Madagaskar, Afrika und darüber hinaus.

Nirisoa Hasindaza Rakotovao, eine weitere Ehrenamtliche aus Madagaskar, wurde ebenfalls in den internationalen Vorstand gewählt und zur  Koordinatorin für Afrika ernannt.

Die Wahlen sollten eigentlich bei der Internationalen Vollversammlung der AIC in Bogota, Kolumbien, stattfinden, aber diese Veranstaltung musste wegen der Coronavirus-Pandemie kurzfristig abgesagt werden, so dass die Wahlen stattdessen elektronisch durchgeführt wurden. Die erste Sitzung des neuen Internationalen Vorstandes wird ebenfalls online in einer Reihe von Videokonferenzen stattfinden.

 Herzlichen Glückwunsch an Rose und Nirisoa und Gottes Segen für all ihre harte Arbeit in einer so schwierigen Zeit.

 

Corona in Madagaskar

 

Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus auch in Afrika machen wir uns Sorgen um unsere Partner in Madagaskar.

Dank unseres regelmäßigen Austauschs über Skype und WhatsApp wissen wir, dass es dort bisher nur wenige Infizierte gibt bei rasch steigenden Zahlen und einem völlig unzulänglichen Gesundheitssystem. 80% der ländlichen Bevölkerung hat keinen Zugang zu medizinischer Versorgung, es gibt nur wenige Beatmungsgeräte, ausschließlich in der Hauptstadt und einigen Zentren. Das sind auch die einzigen Orte, wo ein Teil der internationalen Hilfe ankommt, der Rest versickert in den üblichen Kanälen.

 

Dabei sind die Restriktionen strikt, die Ausgangssperre, die jetzt um zwei Wochen verlängert wurde, erlaubt den Menschen nur für wenige Stunden am Tag ihre Häuser (Hütten) zu verlassen, was zu einem um so größeren Andrang in dieser Zeit führt. Die Kindergärten, Schulen und Universitäten sind geschlossen, damit entfällt für viele Kinder die einzige warme Mahlzeit, Medikamente werden knapp wegen der Importbeschränkungen, alle Menschen im Tourismus und in der Gastronomie haben ihre Arbeit verloren. Es gibt keine Unterstützung und keine Krankenversicherung.

 

Die vielen Menschen, die sich mit Gelegenheitsarbeiten gerade so über Wasser gehalten haben hungern, die Reispreise steigen, die Ängste und die Unsicherheit sind groß, vor allem auch im armen Süden, wo die Mehrzahl der AIC-Gruppen tätig ist.

 

Die Ehrenamtlichen haben in den Schulkantinen etwa 1000 Kinder täglich mit einer warmen Mahlzeit versorgt, allein in Manakara waren es 350 Kinder am Tag. Jetzt sind die Schulküchen geschlossen, aber die Ehrenamtlichen verteilen Reis, Bohnen und Seife an die Ärmsten und sie nähen aus Stoffresten Masken.

 

Die Zusage unseres Vereins sie dabei mit einer Geldspende zu unterstützen wurde mit großer Freude und Dankbarkeit angenommen. Im Gegensatz zu internationaler Hilfe kommt unsere Unterstützung bei denen an, die sie besonders dringend brauchen: Alten Menschen, Kindern und alleinerziehenden Müttern im armen Süden und auf dem Land.

 

PELATSARA

Pelatsara und ihr jüngerer Bruder wuchsen bei ihrer alleinerziehenden Mutter auf. Als diese 1989 verstarb kümmerten sich die Ehrenamtlichen in Manakara um die beiden Kinder. Viele Jahre lebten die beiden in einem der Häuschen der AIC. Mit ihrer Hilfe sorgte Pelatsara  für ihren Bruder und machte das Abitur. Anschließend ermöglichten ih die Freunde der AIC eine Ausbildung zur Hebamme, die sie mit einer Diplomarbeit  zum Thema Frühschwangerschaft in französischer Sprache abschloss. Sie hat sich brillant geschlagen und ist der Stolz ihrer Adoptivmütter. Zur Zeit arbeitet sie in einem Buschkrankenhaus südlich von Manakara.

Iavimana

 

Iavimana kam mit zwei Jahren nach dem Todseiner Mutter ins Kinderheim kam und lebte dort sechzehn Jahre. Er schlossdie Schule mit dem Abitur ab. Mit einem Stipendium unseres Vereins studierte er anschließend Betriebswirtschaft. Zur Zeit baut er sich einen Handel mit energiesparenden Öfen auf. Immer wieder kommt er ins Kinderheim, das sein Zuhause ist. Er ist dort ein Vorbild für die jüngeren Kinder, denen er immer wieder Nachhilfe in Mathematik gibt.

 

HUNGER NACH MISSERNTE 

Andranobory, ein kleiner Ort im Süden Madagaskars, knapp 100 Kilometer südlich von Tolagnaro gelegen, liegt an einem See, nicht weit vom Indischen Ozean entfern, kein Wasser, weder aus der Leitung, noch aus dem zum Tümpel geschrumpften See. Auf der viertgrößten Insel der Welt ist zwei Jahre hintereinander die Regenzeit ausgefallen. Die Dürre hat die Ernte vernichtet, eine halbe Million Menschen leiden Hunger, die Männer wissen nicht mehr, wie sie ihre Familie vor dem Hungertod bewahren sollen.

 

Die Bauern verkaufen ihr Land um die Familie zu ernähren, statt von Reis und Maniok leben sie von Muscheln, die sie am Ozean sammeln und wenig nahrhaften Kaktusfrüchten.

Als Grund für den ausbleibenden Regen sehen viele die Waldrodung: Vor wenigen Jahren noch waren rund 90% der Insel bewaldet, heute sind es nur noch zehn. Feuerholz für die Bevölkerung, Grasland für Viehherden, Beute für den Edelholzmarkt. Jean Philippe Jarry, ein Franzose in Diensten der Welthungerhilfe, erklärt das Dilemma in einem Satz: „Das Gesetz verbietet das Abholzen und Brandroden, aber es gibt viel zu wenige, die das Gesetz respektieren oder schützen.“ Damit wenden sich die Madagassen auch immer weiter von ihrer eigenen Kultur ab, welche von Fadys, Geboten und Verboten, bestimmt ist. Verständlich, wenn es ums Überleben geht sind alle Wege recht.

 

Die zunehmende Waldrodung und mangelnde Respektierung der Gesetze ist aber auch auf die politische Instabilität des Inselstaates zurückzuführen: Unter dem aktuellen Präsidenten spielt die Wirtschaftskraft eine übergeordnete Rolle weshalb das Budget gekürzt wurde und weniger Kontrollen durchgeführt werden können.

 

46% aller Kinder leiden unter chronischer Mangelernährung, vor allem Mineralien und Nährstoffe fehlen ihnen, wegen mangelnder Hygiene sind sie oft krank. Viele Kinder bleiben daher in ihrer Entwicklung zurück, fast alle tragen ihr Leben lang Schaden davon. Rund 15 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung, oder knapp 1,3 Milliarden Euro muss der Staat jedes Jahr in die Notversorgung seiner Bürger investieren, die Zukunftsaussichten sind schlecht, weil die neue Generation nicht fähig sein kann, mehr Geld zu erwirtschaften.

 

Auch die UN ist auf dieses Problem aufmerksam geworden und will im nächsten Jahr zunächst rund 40 Millionen Dollar investieren, welche aber niemals ausreichen können, um den chronischen Hunger zu bekämpfen. Hochgerechnet auf die madagassische Bevölkerung bleiben pro Bürger bei dieser Summe nur 1,3 Dollar - pro Jahr.

 

Hilfsorganisationen versuchen Saatgut zu beschaffen, welches die Bauern anpflanzen sollen. Nichts ist aufgegangen, im zweiten Jahr aßen die Madagassen lieber die Samen um nicht einer weiteren Missernte ins Auge zu blicken. Die wenigsten versuchten es trotzdem - ohne Erfolg, weshalb weitere Hilfe unumgänglich ist.

 

Besuche im Kinderheim

Julia und Felix

zwei angehende Pädagogen, die schnell das Vertrauen der Kinder gewonnen haben. Unterricht, Nachhilfe, Arbeiten in Haus und Garten, Stelzen bauen, Ausflüge an den Strand: es gab genug zu tun. Vor allen die Jugendlichen freuten sich über junge, aufgeschlossene Gesprächspartner und Freunde. Bis heute bestehen Kontakte und Austausch. Julia und Felix erfüllten auch einen großen Wunsch: Musikinstrumente - s.o.

Tobias

Er war der erste Freiwillige aus Deutschland, er überwand alle Sprachbarrieren, reparierte, was immer eine Reparatur brauchte und kümmerte sich um Garten und Hühner, immer zusammen mit den Kindern, die er für diese Arbeiten begeistern konnte.

Vor allem verdanken wir Tobias eine schöne Mappe mit Fotos, Lebensläufen, Wünschen, Träumen und Zeichnungen der Kinder.

 

Maude Diedier

Nach fünf Monaten ehrenamtlicher Arbeit im Kinderheim Akany Avotra, ist Maude Didier wieder nach Belgien zurückgekehrt. Zurück bleiben traurige Kinder, schöne Fotos und eine Reihe von erfolgreich abgeschlossenen Projekten: Ein neues Haus für die älteren Jungen, Kurse in erster Hilfe für die Größeren, sowie eine bessere medizinische Ausstattung, sowie neue Zäune und Toiletten. Unser Verein hat all diese Arbeiten finanziell unterstützt. Danke Maude!

 

 

Augenarzt Dr. Wolfram Voeske

Während seines Besuchs bekam das Kinderheim einen neuen Laptop, mit dem die Kinder nun arbeiten können. Die großen Jungen haben sich gleich daran gemacht, ihn einzurichten.

Seinen Besuch in Akany Avotra beschreibt Wolfram Voeske als „Tolle Arbeit unter den gegebenen Umständen - die Kinder waren beim Ballspielen, Toben und Werkeln wie dem Bauen von Stelzen, gegenseitigem Haareschneiden mit Rasierklinge und Kamm und am Nachmittag mit dem Nähen von Plastiksäcken beschäftigt. Alle die ich gesehen habe waren gut gelaunt, von fast jedem wurde ich per Handschlag begrüßt.“

 

Hilfe für die Opfer des Zyklons Chedza in Manakara 

Der Leo Club l'Anosy in Tolagnaro:

Das Kinderheim und seine Freunde

Der Leo Club de l'Anosy in Taolagnaro ermöglicht 8 Kindern aus dem Kinderheim Akany Avotra mit den besten Zeugnissen einen vertiefenden Französischkurs bei der Alliance Francaise über zwei Jahre. Darüber hinaus unterstützen die örtlichen Leo und Lions Clubs das Kinderheim mit Sachspenden, z.B. neuen Schränken und Spielgeräten, Lebensmittelspenden und der Organisation und Finanzierung von Festen (Weihnachten) und Ausflügen.

Der Leo Club l‘Anosy in Tolagnaro wurde 2015 gegründet und hat 19 Mitglieder, junge Menschen mit unterschiedlichem beruflichem Hintergrund, die sich für ihr Umfeld engagieren, insbesondere mit Aktionen gegen den Hunger, für den Schutz der Umwelt und die Prävention und den Kampf gegen Augenkrankheiten. Mit ihren Aktivitäten wollen sie die Gesellschaft, vor allem die Jugend motivieren, sich für die Gesellschaft einzusetzen.

Wir freuen uns über dieses Engagement und danken dem Leo Club l‘Anosy ganz herzlich – Investitionen in Bildung sind ein Schlüssel für nachhaltige Entwicklung. Wir sind auch stolz auf die Kinder und Jugendlichen von Akany Avotra, die sich diese Anerkennung durch ihren Fleiß verdient haben.

Ein neues Dach für das Kinderheim

Es war offensichtlich, das Kinderheim Akany Avotra in Tolagnaro brauchte dringend ein neues Dach um die Bausubstanz zu erhalten. Mit Unterstützung der örtlichen Vinzentinerinnen und der Pfarrgemeinde und mit Hilfe von M.Evariste, dem Vorsitzenden des Beirats, der die Arbeiten überwacht hat, ist es dem Verein der Freunde der AIC Madagaskar gelungen die umfangreichen Renovierungsarbeiten abzuschließen.

Damit haben die 65 Kinder wieder ein schönes Zuhause in dem sie sich wohlfühlen, wie auch der Garten zeigt, den sie liebevoll pflegen.

 

Brandkatastrophe in Manakara

 

In  Manakara haben bei einem Brand über 100 Familien ihr Zuhause verloren - darunter viele alleinerziehende Mütter mit ihren Kindern, die von der AIC betreut werden - wie immer hat es die Ärmsten am härtesten getroffen. Die Freunde der AIC haben daher 2500 Euro zur Verfügung gestellt, um beim Wiederaufbau zu helfen.

 

 

Ein herzliches Dankeschön an die Sternsinger in Deutschland

Im alten Zentrum der AIC, Anfang 1990 für 80 Kinder geplant, mussten inzwischen über 300 Kinder in mehreren Schichten essen, Toilette und Küche reichten nicht mehr und waren  renovierungsbedürftig.

Jetzt konnte dank der Finanzierung durch die Aktion Sternsinger das Haus um ein 1.Stockwerk erweitert werden. Es gibt eine neue Küche, Toiletten und Dusche, einige Zimmer als Notaufnahme für Kinder und auch neue Möbel.

 

Weihnachten in Manakara

Knapp 40% der Madagassen sind christlichen Glaubens und so wird auch im Kindergarten der AIC in Manakara Weihnachten gefeiert. Manakara hat 40.000 Einwohner und liegt an der Ostküste Madagaskars im Siedlungsgebiet der muslimischen Antaimoro. Die Stadt ist aber auch ein Zentrum der katholischen Kirche. In der Weihnachtszeit lernen die Kinder, die aus sehr armen Familien kommen, oder nur von ihrer Mutter großgezogen werden, Weihnachtslieder, die sie ihren Müttern bei der Weihnachtsfeier vorsingen. Für die Kinder gibt es kleine Geschenke wie Spielzeugautos oder ein Set aus Schaufel und Eimer für den nahegelegenen Strand, vor allem aber Süßigkeiten.

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