Freunde der AIC Madagaskar e.V. Herne
Freunde der AIC Madagaskar e.V. Herne

 

 

Und noch eine gute Nachricht: Laut Steuerbescheid vom 06.10.2017 kann der Verein für weitere 5 Jahre steuerbefreiende Zuwendungsbestätigungen ausstellen

AKTUELLES AUS FIANARANTSOA

 

Iavimana, ein junger Mann, der mit zwei Jahren nach dem Tod seiner Mutter ins Kinderheim kam und sechzehn Jahre dort lebte, ist ernsthaft erkrankt. In Tolagnaro schloss er die Schule erfolgreich mit dem Abitur ab und hat jetzt mit Hilfe der Freunde der AIC Madagaskar ein Studium in Fianarantsoa südlich der Hauptstadt aufgenommen. Seit einigen Tagen wird er dort im Krankenhaus behandelt und es geht ihm langsam besser.
Iavimana ist durch sein Studium ein Vorbild für viele Bewohner des Kinderheims und kehrt in den Semesterferien regelmäßig nach Tolagnaro zurück. Dort unterstützt er die Ehrenamtlichen der AIC. So wartet er zum Beispiel die Solaranlage und gibt den anderen Kindern nach der Schule Nachhilfe, wodurch er ein großer Gewinn für die Jugendlichen ist.

Glücklicherweise lebt Bernadette, eine der Gründerinnen der AIC, in Fianarantsoa, die ihn so betreuen kann. Außerdem gibt es vor Ort eine AIC Gruppe und sich kümmernde Studienkollegen die ebenfalls aus Tolagnaro kommen, die sich um ihn kümmern. Dies ist dringend notwendig, weil nicht nur alle Kosten für den Krankenhausaufenthalt und die Medikamente selbst übernommen werden müssen, sondern auch die Nachtwache bei schwerer Erkrankung, die Betreuung tagsüber und die Versorgung mit Essen, das von der AIC Gruppe ins Krankenhaus gebracht wird.

Unvorstellbar, aber Realität ist auch die Tatsache, dass es nur in größeren Städten richtige Krankenhäuser gibt, in denen es neben den Ärzten auch weiteres medizinisches Personal gibt. In den ländlichen Gegenden hingegen gibt es nur Aushilfsärzte mit vergleichsweise geringem Kenntnisstand, sodass es dort nicht unüblich ist, dass Familie und Freunde den Patienten pflegen, Spritzen geben und notdürftig versorgen – Sauberkeit und Hygiene spielen dort kaum eine Rolle. Üblich ist das nicht nur auf Madagaskar, sondern auch in vielen anderen Ländern.
Hoffen wir, dass es Iavimana bald besser geht und er sein Studium fortsetzen kann, bisher hat er alle Prüfungen mit guten Noten bestanden.

 

HUNGER naCH mISSERNTE 

 

Andranobory, ein kleiner Ort im Süden Madagaskars, knapp 100 Kilometer südlich von Tolagnaro gelegen, liegt an einem See, nicht weit vom Indischen Ozean entfernt. 2000 Einwohner, kein Auto, ein paar Fahrräder, Strom durch Solaranlagen, kein Wasser, weder aus der Leitung, noch aus dem zum Tümpel geschrumpften See. Auf der viertgrößten Insel der Welt ist zwei Jahre hintereinander die Regenzeit ausgefallen. Die Dürre hat die Ernte vernichtet, eine halbe Million Menschen leiden Hunger, die Männer wissen nicht mehr, wie sie ihre Familie vor dem Hungertod bewahren sollen.

 

Die Bauern verkaufen ihr Land um die Familie zu ernähren, statt von Reis und Maniok leben sie von Muscheln, die sie am Ozean sammeln und wenig nahrhaften Kaktusfrüchten.

Als Grund für den ausbleibenden Regen sehen viele die Waldrodung: Vor wenigen Jahren noch waren rund 90% der Insel bewaldet, heute sind es nur noch zehn. Feuerholz für die Bevölkerung, Grasland für Viehherden, Beute für den Edelholzmarkt. Jean Philippe Jarry, ein Franzose in Diensten der Welthungerhilfe, erklärt das Dilemma in einem Satz: „Das Gesetz verbietet das Abholzen und Brandroden, aber es gibt viel zu wenige, die das Gesetz respektieren oder schützen.“ Damit wenden sich die Madagassen auch immer weiter von ihrer eigenen Kultur ab, welche von Fadys, Geboten und Verboten, bestimmt ist. Verständlich, wenn es ums Überleben geht sind auch dem Madagassen alle Wege recht.

Die zunehmende Waldrodung und mangelnde Respektierung der Gesetze ist aber auch auf die politische Instabilität des Inselstaates zurückzuführen: So wurde der Wald unter Ex-Präsident Ravalomanana noch partiell besser geschützt, unter dem aktuellen Präsidenten Rajaonarimampianina spielt die Wirtschaftskraft des von ihm geführten Staates eine obergeordnete Rolle weshalb das Budget gekürzt wurde und weniger Kontrollen durchgeführt werden können. Wie es nach dem Rücktritt der aktuellen Regierung weiter geht ist noch nicht abzusehen.

 

Jetzt sieht man zwar in vielen Dörfern Motorräder, welche aus dem Verkauf von Holz finanziert wurden, die Folgen sind jedoch verheerend: was bringt einem das beste Motorrad wenn es nichts zu essen gibt? In Addition mit dem Klimawandel und Wetterphänomen El Niño sind die Folgen heute gravierend.

 

Auf dem Markt kann man Kaktusfrüchte für 1,5 Cent kaufen, trotz der hohen Nachfrage kann sich fast niemand welche leisten. Auch in der Schule, wo die madagassischen Schüler meist auch Essen bekommen, gibt es nur noch wenig - meistens Mais, welcher den Kindern, die mit Reis und Bohnen aufgewachsen sind oft nicht schmeckt. Gegessen wird trotzdem - Hauptsache man hat irgendetwas im Magen. Fleisch gibt es nur noch zu den wichtigsten Feiertagen.

Die Folgen sind verheerend: 46% aller Kinder leiden unter chronischer Mangelernährung, vor allem Mineralien und Nährstoffe fehlen ihnen, wegen mangelnder Hygiene sind sie oft krank. Viele Kinder bleiben daher in ihrer Entwicklung zurück, fast alle tragen ihr Leben lang Schaden davon. Auch der Inselstaat wird dadurch vor neue Probleme gestellt: rund 15 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung, oder knapp 1,3 Milliarden Euro muss der Staat jedes Jahr in die Notversorgung seiner Bürger investieren, die Zukunftsaussichten sind schlecht, weil die neue Generation nicht fähig sein kann, mehr Geld zu erwirtschaften.

 

Auch die UN ist auf dieses Problem aufmerksam geworden und will im nächsten Jahr zunächst rund 40 Millionen Dollar investieren, welche aber niemals ausreichen können um den chronischen Hunger zu bekämpfen. Hochgerechnet auf die madagassische Bevölkerung bleiben pro Bürger bei dieser Summe nur 1,3 Dollar - Pro Jahr. Trotzdem sprach Ban Ki Moon im Bezug auf Madagaskar von der kritischsten Situation weltweit. Auswirkungen sind auch in Europa zu spüren, so wurden Produkte mit Vanille Ende des vergangenen Jahres deutlich Teurer da Madagaskar als einer der wichtigsten Exporteure nicht mehr ausreichend Vanilleschoten liefern konnte.

 

Hilfsorganisationen versuchen Saatgut zu beschaffen, welches die Bauern anpflanzen sollen. Nichts ist aufgegangen, im zweiten Jahr aßen die Madagassen lieber die Samen um nicht einer weiteren Missernte ins Auge zu Blicken. Die wenigsten versuchten es trotzdem - ohne Erfolg, weshalb weitere Hilfe unumgänglich ist.

Mitglieder,Spender und Freunde der AIC Madagaskar e.V. sind herzlich eingeladen zur Mitgliederversammlung des Vereins. Die satzungsgemäßen Berichte werden ergänzt durch Informationen über alles,was in den Projekten und Einrichtungen der AIC in Madagaskar passiert. Die Versammlung findet statt am
03. Mai 2016 um 19.00 im Caritashaus, Schulstraße 16 in Herne

REGIERUNGSKRISE AUF MADAGASKAR

 

 

Am Sonntag, dem 12. April 2016, hat die komplette Regierung Madagaskars unter Premierminister Jean Ravelonarivo (seit Anfang 2015 im Amt) ihren Rücktritt eingereicht. Zuvor gab es wochenlange Auseinandersetzungen und gegenseitigen Rücktrittsforderungen zwischen Präsident Rajaonarimampianina und Ravelonarivo. Der Regierungschef kündigte an, bis zur Ernennung von  Nachfolgern weiter die Amtsgeschäfte zu leiten, da vorgezogene Neuwahlen ausgeschlossen wurden, wie das Präsidentenamt am Freitag mitteilte.

 

Die durch einen Staatsstreich an die Macht gekommene  Übergangsregierung (2009-2013) unter dem ehemaligen Bürgermeister der Hauptstadt Antananarivo, Andry Rajoelina, zu dessen Lager auch der aktuelle Präsident gehört, hat im Land Chaos, Korruption, Unsicherheit und Armut hinterlassen. Trotzdem setzte sich Rajaonarimampianina 2013 knapp gegen seinen Konkurrenten Jean-Louis Robinson durch und wurde, begleitet durch den Verdacht von Wahlmanipulation,  Präsident des Inselstaates.

 

Bereits zwei Tage nach seinem Rücktritt wurde Ravelonarivo durch Olivier Solonandrasana von der Opposition ersetzt, welche dem Regierungschef vorwirft, den angestrebten wirtschaftlichen Wandel nur langsam voranzutreiben. Von Rajaonarimampianina bekam der neue Premierminister bereits vollstes Vertrauen ausgesprochen, was jedoch nicht zwangsläufig den Konflikt beenden wird; die Meinungen über den Regierungswechsel auf Madagaskar gehen auseinander.

 

Die verzweifelte Lage der Menschen wirkt sich auch auf die Arbeit der AIC aus: Ohne eine warme Mahlzeit und die Unterstützung der Ehrenamtlichen können die meisten Kinder nicht mehr zur Schule gehen, junge Leute stehen nach der Schule vor dem Nichts, immer mehr Mütter mit unterernährten Säuglingen suchen Hilfe in den Zentren der AIC. Wo der Staat versagt, helfen die Ehrenamtlichen der AIC Madagaskar. Wir können nur mit ihnen hoffen, dass sich die Situation stabilisiert, denn schon 2014 dachten viele Menschen, dass es nicht mehr schlimmer kommen könne. Wir können sie unterstützen, denn mit den Ehrenamtlichen kommt das Geld bei den Menschen auf Madagaskar direkt an und wird sorgfältig verwaltet.

Neues aus Tolagnaro

 

Anfang April besuchte der deutsche Augenarzt Dr. Wolfram Voeske, der eine Klinik in Antananarivo unterstützt, Tolagnaro und das Kinderheim, um sich ein Bild von der Situation zu machen.

Während seines Besuchs bekam das Kinderheim einen neuen Laptop, mit dem die Kinder nun arbeiten können. Die großen Jungen haben sich gleich daran gemacht, ihn einzurichten.

Céline aus Tolagnaro, die Anfang des Jahres ihr Abitur bestanden hat, begann einen Schneiderkurs. Das Bestehen des „Bac“ bedeutete für das Mädchen im Rollstuhl aus einer sehr armen Familie vor allem viel Fleiß, Intelligenz und Ehrgeiz, aber auch die tägliche Unterstützung von ihrer Familie und den Ehrenamtlichen der AIC. Ihr eigentliches Ziel ist es jedoch Englisch und Informatik zu studieren und einen Beruf auszuüben, in welchem ihre Körperbehinderung sie nicht einschränkt. Um sie auf diesem Weg weiter zu unterstützen hat Céline von Dr.Voeske ebenfalls ihren ersten eigenen Computer bekommen, über den sie sich sehr freut.

Seinen Besuch in Akany Avotra beschreibt Wolfram Voeske als „Tolle Arbeit unter den gegebenen Umständen - die Kinder waren beim Ballspielen, Toben und Werkeln wie dem Bauen von Stelzen, gegenseitigem Haareschneiden mit Rasierklinge und Kamm und am Nachmittag mit dem Nähen von Plastiksäcken beschäftigt. Alle die ich gesehen habe waren gut gelaunt, von fast jedem wurde ich per Handschlag begrüßt.“ Voeske bemängelte aber auch den Zustand von einigen Matratzen und Bettwäsche, die zwar eine attraktive Alternative zur Strohmatte auf dem Erdboden sind, nun aber ersetzt werden sollen.

Inselwelten

Erstmals waren die Freunde der AIC Madagaskar mit einem Stand auf der Veranstaltung "Inselwelten" in Köln vertreten, um über ihre Arbeit, Projekte und das Engagement der Ehrenamtlichen auf Madagaskar zu informieren. Durch den Verkauf von Vanille, Handarbeiten, Literatur und Kunsthandwerk wurde Geld eingenommen, wodurch Projekte der AIC unterstützt werden können. Herzlichen Dank allen Besuchern, Spendern, Käufern und Interessierten, die zum Erfolg unserer Aktion beigetragen haben. Sie alle haben zu dem guten finanziellen Ergebnis beigetragen, das es unter anderem möglich macht, die Kinder im Kinderheim weiter zu unterstützen. Außerdem kann so in den weiteren Projekten der AIC die Finanzierung gewährleistet werden.

Eine Buchpräsentation des in Madagaskar lebenden Journalisten Klaus Heimer im Goethe-Institut in der Hauptstadt Antananarivo bot den Ehrenamtlichen der AIC-Gruppe die Gelegenheit die schönen Handarbeiten auszustellen und zu verkaufen. Die Ausstellung wurde in Anwesenheit des deutschen Botschafters eröffnet, der auch den Stand der AIC besuchte.

 

Die Handarbeiten werden ebenfalls bei den Inselwelten verkauft und können in gewünschten Größen und Mustern bestellt werden. Weitere Informationen über den neu erschienenen Reiseführer und Hilfsprojekte aus dem deutschsprachigen Raum finden Sie unter www.klaus-heimer.de 

Die "Freunde der AIC Madagaskar e.V." werden im Rahmen der "Inselwelten" das Land Madagaskar, den Verein und seine Aktivitäten am 20.März in Köln im Rautenstrauch-Joest-Museum für die Kulturen der Welt vorstellen. Vielleicht haben Sie Lust, einen Besuch an unserem Stand mit einem Ausflug nach Köln zu verbinden - das Museum alleine lohnt die Fahrt. Wenn Sie uns auch an unserem Stand unterstützen möchten, melden Sie sich bitte unter 02323-450366

Von links: Moritz Schulte, Erzbischof Marc Benjamin Ramaroson, Annemarie Schulte, Anne Sturm, Dirk Schulenburg, Dr. Anja Schulenburg, Felix Schulenburg Von links: Moritz Schulte, Erzbischof Marc Benjamin Ramaroson, Annemarie Schulte, Anne Sturm, Dirk Schulenburg, Dr. Anja Schulenburg, Felix Schulenburg

Erzbischof von Antsiranana zu Besuch in Herne

 

Vom 21. bis zum 22 Januar 2016 hat uns der Erzbischof von Antsiranana (der Hauptort im Norden Madagaskars), Marc Benjamin Ramaroson, im Zuge seiner Reise durch Deutschland, Österreich und Italien in Herne besucht. Das Treffen diente dem Austausch über die laufenden AIC-Projekte, der Information über die Lage in Madagaskar und der Kontaktpflege.

Mgr. Ramaroson hat sich auf Madagaskar vor allem für das Schulprojekt Tsiry der AIC eingessetzt. Im Sinne von Papst Franziskus setzt er sich auch für den Erhalt der Natur, eine gerechte soziale Entwicklung und eine Kirche, die den Menschen dient, ein. So wird er unter anderem mit dem Kindermissonswerk - Aktion Sternsinger die grünen Schulen gründen, die den Schülern von Anfang an den Respekt vor der Natur und den Eltern praktische Kenntnisse in nachhaltiger Landwirtschaft vermitteln. Mit Misereor wird er sich für die Durchsetzung von Eigentumsrechten, insbesondere von Frauen an Grund und Boden einsetzen.

Seine Schwester, Frau Rose de Lima Ramanankavana, ist die Gründerin der AIC Madagaskar und verantwortlich für die AIC Projekte in Madagaskar und Afrika.

Weihnachtsmarkt 2015

 

Trotz der erschwerten Umstände in diesem Jahr waren die Weihnachstmärkte ein großer Erfolg für unseren Verein.

 

Herzlichen Dank allen Besuchern, Spendern, Käufern und Interessierten, die zum Erfolg unserer Aktion beigetragen haben, insbesondere den PlätzchenbäckerInnen, den Helfern und Helferinnen und vor allem dem Team am Stand.

Hilfe für die Opfer des Zyklons Chedza in Manakara  - helfen Sie Mit!

19.01.2015 - Der Zyklon Chedza wütet in Madagaskar

Eine kurze Nachricht in den Tagesthemen war alles, was die Öffentlichkeit in Deutschland über den Zyklon Chedza gehört hat, der große Verwüstungen in Madagaskar verursacht hat, vor allem im Südosten und in der Hauptstadt.

Nachdem auch entferntere Dörfer erreicht wurden steht fest, dass 68 Menschen umgekommen sind, 134 127 haben alles verloren, 45 676 mussten ihre Häuser verlassen. Noch immer fällt starker Regen, der die Aufräumarbeiten behindert und zahlreiche Bergrutsche verursacht, die Straßen blockieren. In der Region Ikongo sind dabei 17 Menschen ums Leben gekommen. Hilfe von außen hat es bisher kaum gegeben.

Jetzt haben wir erfahren, dass vor allem an der Ostküste auch die Projekte der AIC betroffen sind. Das Kinderheim in Tolagnaro hat dank seiner soliden Bauweise den Sturm gut überstanden. In Manakara aber sind die Felder der Kooperative und die kleine Häuschen überschwemmt worden, von denen viele mit Hilfe unserer Spender entstanden sind. Die leichte Bauweise hatte zwar den Vorteil, dass dort niemand verletzt wurde, aber es gibt viel zu reparieren, die Einrichtung und auch die Schulsachen der Kinder wurden zerstört. Außerdem bemüht sich die AIC den Obdachlosen wenigstens einen warmen Teller Reis anzubieten, denn viele Vorräte sind weggeschwemmt worden und die Preise sind gestiegen, sodass die Menschen sich nicht einmal ein wenig Essen leisten können. Auch Schulsachen, Kleidung und die bescheidene Einrichtung müssen wieder besorgt werden.

Wir möchten die Ehrenamtlichen in Madagaskar, die zum Teil selbst von den Überschwemmungen betroffen sind, bei ihrer Hilfe für die Opfer des Zyklons unterstützen und danken allen, die dazu mit einer Spende beigetragen haben oder noch helfen möchten. Jede Spende wird dringend gebraucht für die erste Hilfe und dann für den Wiederaufbau. Unsere Partner sorgen dafür, dass die Hilfe bei den Betroffenen ankommt.

In Manakara trauern die Ehrenamtlichen um eine junge Mutter aus dem Frauenprojekt, die mit ihrem Baby auf dem Rücken und einem Kind an der Hand von den Fluten weggerissen wurde. Wir können ihre Trauer teilen und den Menschen wieder ein wenig Hoffnung geben.

Weihnachtsmarkt 2014

 

Auch 2014 waren die Freunde der AC Madagaskar mit einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Schloss Strünkede vertreten, um mit dem Verkauf von Plätzchen, Marmelade, Vanille, Handarbeiten und Kunsthandwerk die Projekte der AIC zu unterstützen und auch über ihre Arbeit und das Engagement der Ehrenamtlichen in Madagaskar zu informieren.

Herzlichen Dank allen Besuchern, Spendern, Käufern und Interessierte, die zum Erfolg unserer Aktion beigetragen haben, insbesondere den Plätzchenbäckerinnen, den Helfern und Helferinnen und vor allem dem Team am Stand.

 

Sie alle haben zu dem guten finanziellen Ergebnis beigetragen, das es unter anderem möglich macht, dass die Kinder im Kinderheim und in den Projekten der AIC sich über ein schönes Weihnachtsfest und ein kleines Geschenk freuen können.

Ausstellung in der Sparkasse Herne am Berliner Platz

 

Vom 30. Oktober bis zum 17. November 2014 hatten die Besucher der Sparkasse Herne Gelegenheit, sich über das Land Madagaskar, seine Menschen und ihre sozialen Probleme zu informieren. Gleichzeitig wurden aber auch Lösungen gezeigt in Form von Projekten der AIC, zu deren Umsetzung die Freunde der AIC Madagaskar beitragen.

Die Ausstellung wurde von Bürgermeister Leichner eröffnet, mit dabei war die Klasse 2a der Schillerschule mit ihrer Lehrerin, Frau Schulte, die sich nicht nur für die Tiere auf der Insel, sondern auch für das Leben der Kinder in Madagaskar interessierten. Später hatten wir die Freude, Freunde aus Madagaskar dort zu begrüßen, vor allem auch Rose Ramanankavana, die Koordinatorin der Zusammenarbeit und der Projektarbeit der AIC in Madagaskar ind Afrika. Ein Abend mit den Freunden der AIC Madagaskar bot Gelegenheit zu Information und gegenseitigem Kennenlernen.

Die Handarbeiten können in gewünschten Maßen und Mustern, z.B. passend zu Ihrem Porzellan, jederzeit bestellt werden, auch online (Fotos). Damit können wir den Frauen und jungen Mädchen ein regelmäßiges Einkommen verschaffen.

Neues aus Madagaskar:

Während wir uns hier auf ein friedliches Weihnachtsfest vorbereiten steht Madagaskar mit der Stichwahl zum Präsidenten und den Parlamentswahlen am 20. Dezember vor unruhigen und angespannten Wochen. Die vierjährige Übergangsregierung, die durch einen Militärputsch an die Macht gekommen war, hat im Land Chaos, Unsicherheit und Armut hinterlassen. Die verzweifelte Lage der Menschen wirkt sich auch auf die Arbeit der AIC aus: Ohne eine warme Mahlzeit und die Unterstützung der Ehrenamtlichen können die meisten Kinder nicht mehr zur Schule gehen, junge Leute stehen nach der Schule vor dem Nichts, immer mehr Mütter mit unterernährte Säuglingen suchen Hilfe in den Zentren der AIC, im Kinderheim leben jetzt 60 Kinder, 7 davon haben ihre Eltern durch mordende Viehdiebe verloren, viele werden von den Eltern gebracht, weil diese sie nicht mehr ernähren und noch weniger zur Schule schicken können. Wo der Staat versagt, helfen die Ehrenamtlichen- auch mit neuen Ideen – siehe Projekte. Wir können nur mit ihnen hoffen, dass die Situation sich nach den Wahlen stabilisiert, denn, wie die Menschen sagen, schlimmer kann es nicht werden und wir können sie unterstützen, denn mit den ehrenamtlichen kommt das Geld bei den Menschen an und wird sorgfältig verwaltet:

 

„In Manakara haben wir das Foyer Sainte Louise der AIC besichtigen können, es macht einen guten Eindruck. 300 Kinderspeisungen pro Tag sind auch eine gute Leistung. Ich habe mal überschlagen, die reinen Essenskosten samt Feuerholz belaufen sich nur auf 2,80 Cents pro Kind und Tag (8,40 Euro für die 300 Kinder), oder 0,84 Euro pro Monat und Kind. Die Gesamtkosten des Zentrums inkl. Personal sind natürlich höher, gut das Dreifache, trotzdem ist die Speisung mit diesem geringen Aufwand sicher eine hervorragende Leistung. Ich möchte mal wissen, was ähnliche Veranstaltungen kosten, wenn sie von UNICEF oder PAM/FAO oder auch dem CRS (Catholic Relief Service der USA) organisiert werden.“

Bericht eines deutschen Besuchers

 

…..UND AUS DEUTSCHLAND:

Die Mitgliederzahl des Vereins steigt langsam, leider nicht so schnell, wie die Armut in Madagaskar. Trotzdem Dank an alle, die sich engagieren.

Auch eine gute Nachricht: Das Amtsgericht Bochum hat den Verein in die Liste der Empfänger von Geldauflagen (Bußgelder) im Bereich des Amtsgerichts Bochum aufgenommen.

Ein herzliches Dankeschön an die Sternsinger in Deutschland

Im alten Zentrum der AIC, Anfang 1990 für 80 Kinder geplant, mussten inzwischen über 300 Kinder in mehreren Schichten essen, Toilette und Küche reichten nicht mehr und waren dringend renovierungsbedürftig.

Jetzt konnte, rechtzeitig vor Weihnachten, dank der Finanzierung durch die Aktion Sternsinger das Haus um ein 1.Stockwerk erweitert werden. Es gibt eine neue Küche, Toiletten und Dusche, einige Zimmer als Notaufnahme für Kinder und auch neue Möbel.

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