FREUNDE DER AIC MADAGASKAR E.V.
„IREO
NAMANA AIC MADAGASCAR “
Weihnachtsbrief 2025
Liebe Freundinnen und Freunde der AIC Madagaskar,
seit dem 25. September gehen in Madagaskar Tausende junge Menschen auf die Straße, um gegen das Regierungsversagen zu protestieren.
Auslöser sind die anhaltenden Strom- und Wasserausfälle, aber die Menschen wollen auch Würde, Rechenschaftspflicht und eine Stimme bei der Gestaltung des Staates. Die zunächst friedlichen
Demonstrationen werden von der Regierung brutal bekämpft, 22 Menschen verlieren ihr Leben. Als ein Eliteoberst den Protesten der Generation Z beitritt und den Präsidenten zur Flucht aus dem Land
zwingt, sind die Menschen zunächst erleichtert. Wenige Tage später übernimmt Oberst Michael Radrianirina die Macht und lässt sich als Präsident vereidigen. Der neue Präsident verspricht die
dringendsten Probleme zu lösen und in zwei Jahren demokratische Wahlen abzuhalten. Die Bevölkerung, die nicht einen Präsidenten gegen einen anderen austauschen, sondern das korrupte System verändern
und Missstände beheben wollte, beobachtet skeptisch die Rückkehr alter Kader und eine gewisse Annäherung an Russland.
Es bleibt daher genau zu verfolgen, in welche Richtung sich das Land bewegt. Eine wichtige Rolle wird dabei die Zivilgesellschaft spielen,
vor allem die Jugendbewegungen, die Kirchen, Gewerkschaften und Verbände wie die AIC Madagaskar. Dass es ihnen gelungen ist, eine unfähige und korrupte Regierung zu stürzen hat ihnen Mut und
Selbstbewusstsein verliehen. Das wird sie die neuen Machthaber spüren lassen.
Von außen können wir das politische System des Landes nicht beeinflussen, aber wir können die Menschen durch Bildung und Ausbildung stark
machen für eine wachsame, aktive Demokratie und genau das ist das gemeinsame Ziel unserer Partnerinnen und unseres Vereins, ein Ziel, für das wir Ihre Unterstützung brauchen.
Wir danken Ihnen für Ihre Verbundenheit mit den Menschen in Madagaskar und wünschen Ihnen ein frohes, friedliches Weihnachtsfest und
einen guten Start in ein neues Jahr voller Zuversicht
Anne Sturm und der Vorstand der „Freunde der AIC Madagaskar e.V.“
Freunde der AIC Madagaskar e.V.
Vorsitzende: Anne Sturm, Am Düngelbruch 58, 44625 Herne
Tel.: 0171 3832367, mail: aicmadagaskar@gmail.com
www.freunde-der-aic-madagaskar.de
Konto: Freunde der AIC Madagaskar e.V. | IBAN: DE50 4325 0030 0045 0083 98
Freunde der AIC Madagaskar wieder auf dem Weihnachtsmarkt im Gysenberg
Auch in diesem Jahr bieten wir wieder vom 4. bis zum 7. Dezember 2025 Vanille, Gewürze, Kunsthandwerk, Plätzchen, Marmelade, Chutney und kleine Überraschungen
auf dem Weihnachtsmarkt im Gysenberg an. Außerdem erwarten Sie in diesem Jahr frisch gebackene Waffeln und warmer Pflümli, auf Wunsch mit Sahne und wie in jedem Jahr kommen alle Einnahmen und Spenden
den Kindern in Madagaskar zugute!
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Und hier erfahren Sie, was man alles aus unserem frischen wilden Pfeffer aus Madagaskar zaubern kann:
Hier finden Sie das Protokoll der Mitgliederversammlung des Vereins der Freunde der AIC Madagaskar vom 19. Mai 2025 mit Anlage
und geänderter Satzung:
Freunde der AIC Madagaskar wieder auf dem Weihnachtsmarkt im Gysenberg
Es war wieder schön auf dem Weihnachtsmarkt und das Ergebnis war sehr zufriedenstellend, unter anderem durch
die Plätzchenspende der Erich-Fried-Schule und den Verkauf frischer Waffeln, Salzmandeln, Wundertüten und vieles mehr. Ganz herzlichen Dank allen, die mitgearbeitet und gespendet haben. Wir freuen
uns, dass sich zu Weihnachten mit Eurer Hilfe die Kinder im Kinderheim über eine schöne Feier und neue Flipflops und die Mamans über eine Extraportion Reis freuen können.
Der Anbau von heimischen
Heilkräutern im AIC Landwirtschaftsprojekt Mahatsinjoriaka: eine Erweiterung unseres Projekts
In dem Landwirtschaftsprojekt im
Südosten Madagaskars wird seit einigen Jahren immer erfolgreicher Landwirtschaft mit Gemüse, Reis und Kleintieren betrieben. Etwa 140 alleinstehende Mütter mit ihren Kindern, aus verschiedensten
Notsituationen kommend, sind in dem Projekt beschäftigt. Neben den Erträgen aus der Ernte, verdienen die Frauen hier ihren Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Eiern und Hühnern.
Am Ende der Reise 2024 von Anne Sturm
und Dr. Eva-Maria Kröger entstand bei einer Teambesprechung mit der AIC-Gruppe in Manakara eine neue Idee:
Der biologische Anbau, der Vertrieb und
der Verkauf von heimischen Heilkräutern könne eine sinnvolle Erweiterung der Angebote darstellen. Dafür könnte ein Teil der Flächen des Landschaftsprogramm genutzt werden.
Es war von Anfang an klar, dass es
wesentlich ist, dass die Frauen selbst lernen, wie man die Kräuter anbaut, wie man daraus Tee, Saft, Salben und Seifen, unter Einbeziehung unseres Imkers herstellen kann, sowohl für den eigenen
Gebrauch als auch für den Verkauf.
Alle Beteiligten waren einverstanden.
Es fehlte zunächst nur jemand, der das nötige Wissen vermitteln konnte. Dann trafen wir Dr. Marcelle Herilala, eine madagassische Ärztin, die in Köln studiert, promoviert und 13 Jahre lang gearbeitet
hatte. Inzwischen im Ruhestand engagiert sie sich in ihrer Heimat dafür, das verloren gegangene Wissen um natürliche Heilmittel wieder zu beleben und bietet dazu Seminare an. Wir waren uns einig,
Naturheilkunde auf der Basis einer wissenschaftlichen Ausbildung, das ist das, was wir brauchen.
Im März 25 erhielten wir eine Spende
der Schüler des Gymnasium Fürstenberg in Donaueschingen. Genau passend konnten alle Kosten für das Seminar einschließlich der Teilnehmerkosten hiermit gedeckt werden. Die Ehrenamtlichen
der AIC Manakara organisierten das 5-tägiges Seminar im Mai 2025. Eine Gruppe von Verantwortlichen aus dem Landwirtschaftsprojekt selbst, Mütter und auch einzelne Teilnehmer/innen aus anderen
AIC-Gruppen (einige nahmen dafür eine weite Reise auf sich), folgten der Einladung.
Das Seminar verlief sehr erfolgreich,
die Teilnehmer/innen erhielten ihr Zertifikat. Frau Dr. Herilala war begeistert von der Motivation der Teilnehmer/innen. Es entstanden auch konkrete Pläne, wie dieses Wissen künftig weitergegeben und
umgesetzt werden kann.
In einem Land, in dem die meisten
Menschen zu industriell hergestellten Medikamenten kaum Zugang haben, stellt die Herstellung von heimischen Medikamenten eine sehr effiziente Alternative dar. Zusätzlich wird das Gefühl der
Selbstwirksamkeit der Frauen verstärkt.
Nicht nur die Teilnehmer/innen auch
wir, die AIC Manakara und die Freunde der AIC Madagaskar hoffen, dass weitere Seminare zur Verbreitung des Wissens folgen werden, so dass die neuen Kenntnisse und Fähigkeiten weiter verbreitet und
umgesetzt werden können.
Vortrag Dr. Gerd Osadnik
Wie bereits angekündigt, gibt es für alle, die den Vortrag von Dr. Gerd Osadnik bei der Mitgliederversammlung verpasst haben und alle, die ihn mit einigen
anderen Schwerpunkten nochmals erleben möchten, die Gelegenheit sich über den folgenden Link zu informieren:
....und hier finden Sie das Protokoll der Mitgliederversammlung vom 28. Mai 2024:
Madagaskar – wundersame Insel im indischen Ozean
Am 28. Mai 2024 um 19.00 Uhr lädt der Verein der „Freunde der AIC Madagaskar e.V.“ zu
seiner jährlichen Mitgliederversammlung ein. Das Treffen findet um 19.00 Uhr im Caritasverband Herne, Schulstraße 16 statt. Neben den satzungsmäßen Berichten informiert der Vorstand über die
Aktivitäten des Vereins in Herne und über die Projekte, die der Verein in Madagaskar unterstützt. Im Anschluss berichtet Dr. Gerhard Osadnik über „Madagaskar , die wundersame Insel im indischen
Ozean“. Der Referent hat auf der Insel in früheren Jahren als Biologe geforscht und sie vor einigen Monaten als Tourist wieder besucht.
Gäste sind zur Mitgliederversammlung und zum Vortrag herzlich willkommen, auch unsere Projektpartnerin aus
Madagaskar, Rose Ramanankavana, wird an der Mitgliederversammlung teilnehmen.
Herzliche Einladung zum Gartentag im Stadtgarten Herne.
Sie finden dort an unserem Stand wieder Kunsthandwerk aus Madagaskar, Marmelade und Chutney - zum Grillen - Vanille und Gewürze und kleine überraschungen für Kinder.
An weiteren Ständen wird für das leibliche Wohl gesorgt und es gibt auch reichlich Pflanzen und Blumen zu kaufen.
Jetzt wünschen wir uns nur noch viele Besucher, schönes Wetter und viel
Spaß
Danke!
Wir danken ganz herzlich unseren Mitgliedern und Spendern, die uns ihr Vertrauen schenken und teilweise schon seit mehr als 10
Jahren die Arbeit unserer Partnerinnen unterstützen. Durch große und kleine Spenden ermöglichen sie ihnen, den hungernden Menschen im Südenzu zu helfen, vor allem auch denjenigen, die von den großen
Organisationen nicht erreicht werden. Gleichzeitig gelingt es uns so, die laufenden Projekte wie das Kinderheim, die Tsiry-Schulen und die Gesundheitsversorgung weiterhin zu finanzieren. In
Zusammenarbeit mit der "Aktion Sternsinger" können wir die Schulspeisung für über 1000 Kinder langfristig finanzieren und mit den Schmitz Stiftungen durch das neue Landwirtschaftsprojekt nachhaltige
Entwicklung anstoßen.
Mit diesen Zeilen möchten wir auch allen danken, die unserem Verein und damit den Menschen in Madagaskar geholfen haben und helfen, von
denen uns aber Mail- oder Postadressen fehlen. Bitte melden Sie sich, wenn Sie Informationen, einen persönlichen Kontakt oder eine Spendenbescheinigung wünschen.
Wir grüßen Sie herzliche und wünschen Ihnen ein gutes Jahr 2024 mit der Hoffnung auf Frieden in den Familien und in der Welt
Anne Sturm und der Vorstand auch im Namen der Ehrenamtlichen der AIC Madagaskar
Vom 16. bis 19. November 2023 konnten wir an unserem Stand auf dem Weihnachtsmarkt im
Gysenberg viele Besucher begrüßen. Herzlichen Dank allen, die sich für unsere Arbeit interessiert, fleißig eingekauft und so bei der Finanzierung unserer
Projekte in Madagaskar geholfen haben. Danke vor allem auch den aktiven Mitgliedern, die bei der Vorbereitung und am Stand zu diesem Erfolg beigetragen haben.
Madagaskar im Herbst
2022
– ein Bericht der Vorsitzenden der Freunde der AIC Madagaskar, Anne Sturm, über ihre Reise nach Madagaskar vom 17.Oktober bis 13. November 2022:
Endlich war es wieder möglich, nach Madagaskar zu reisen und dort Projekte, Partner und Freunde zu besuchen. Auf der Reise, die ausschließlich privat und ohne Spendengelder finanziert wurde,
begleiteten mich meine 26 und 29 Jahre alten Enkel Anna und Alexander, die unter anderem für die Fotos und den Reisebericht auf Instagram zuständig waren. Den vollständigen Bericht finden Sie
hier:
Besuch aus Madagaskar 2022
Nach langer, Corona bedingter Pause bekamen wir wieder Besuch aus Madagaskar. Rose de Lima
Ramanankavana, unsere Projektkoordination vor Ort, berichtete über die Schäden, die die beiden Zyklone im Südosten des Landes angerichtet hatten, über die Folgen von Corona, über die Trockenheit, den
Hunger und die stark gestiegenen Reispreise, die es zunehmend auch der Mittelschicht schwer machen satt zu werden. Sie erzählte von Korruption, Misswirtschaft und schlechter Organisation. Sie konnte
aber auch Erfreuliches von den gemeinsamen Projekten berichten und es blieb Zeit für eine ausführliche Evaluation der Projekte, insbesondere der landwirtschaftlichen Kooperative, die sehr erfreulich
anläuft. Wir hoffen, dass bald auch wieder Gegenbesuche in Madagaskar möglich sein werden.
Hochlandklänge aus Madagaskar
Der Liederpoet und Gitarrist Erick Manana ist seit Jahrzehnten ein Star in seiner Heimat und weltweit populär in der madagassischen Diaspora. So trat er 2012 vor einem
mehrtausendköpfigen Publikum aller Altersklassen in der Hauptstadt gemeinsam mit musikalischen Freunden und Weggefährten zum 35-jähriges Bühnenjubiläum auf. Seine Lieder werden begeistert
mitgesungen, so auch 2013 in Paris im legendären Olympia. Seit 2009 tritt er regelmäßig im Duo mit der deutschen Musikerin und Musikethnologin Jenny Fuhr auf und bringt er Perlen der madagassischen
Hochlandklänge auf die Bühne. Vor dem Konzert informiert Anne Sturm, Vorsitzende des Vereins Freunde der AIC Madagaskar über die aktuelle Situation im Land.
Das geht so: Radler Max Burkert erklimmt mit dem Fahrrad den höchsten Berg der Erde, den Mount Everest mit 8.848 Höhenmetern. Klar, nicht vor Ort in Nepal, aber
die Höhenmeter macht er in 805 (!) Fahrten über die Rampe eines Einkaufszentrums in Wiener Neustadt. Mit dieser spektakulären Aktion sammelt er über 9.000,00 Euro. Das Geld dient unmittelbar
der Errichtung und Unterhaltung der lange von den Bewohnern ersehnten Tsiry-Schule im kleinen und nur schwer zu erreichenden Dorf Vondrozo im Süden von Madagaskar. Wie bei allen Tsiry-Schulen
sorgen die Dorfbewohner für die entsprechenden Räumlichkeiten und die Organisation des Unterrichts. Einheimische Lehrer und ihre Ausbildung, Schulmaterial, Schulspeisung für die Kinder und
Startkapital für die Erwachsenen kosten 2000,00 Euro im Jahr. Sie werden aus den Spenden finanziert. Das heißt, durch die Aktion von Max Burkert kann die Schule mehr als vier Jahre lang finanziert
werden. Ein Super-Engagement und Max plant noch mehr Aktivitäten für weitere Schulen. Danke an Max und die spendenfreudigen Wiener Neustädter. Und auch vielen Dank an Andrea für die
Organisation.
Medikamente für Madagaskar
In Zusammenarbeit mit dem deutschen Hilfswerk action medeor ist es gelungen, trotz der durch Corona
bedingten Einschränkungen, mehrere Pakete mit Medikamenten und Hilfsmitteln, wie Spritzen, Verbände, Blutdruck- und Blutzuckermessgeräte nach Madagaskar zu schicken. In Ankadisoa einem sehr armen
Vorort der Hauptstadt, werden sie dringend in der Ambulanz der AIC gebraucht, wo der Arzt Dr. Paul Ranjanaharison kostenlos Not leidende Kinder und Frauen versorgt.
Ein anderer Teil der Sendung ging in das Zentrum der AIC in Manakara. Dort betreut die Vorsitzende, Thérèse
Razafindravao, von Beruf Hebamme, zusammen mit einem Team von Ehrenamtlichen die Mitglieder der genossenschaftlichen Krankenversicherung der AIC, vor allem alleinerziehende Frauen und ihre Kinder und
alle, die Hilfe brauchen.
Projektwoche des Otto-Hahn-Gymnasiums
Im Rahmen der Projektweoche in Herne hatten die Schülerinnen Leonie Gronwald und Franziska Bäker das Thema Afrika bearbeitet, afrikanischen Schmuck gebastelt
und verkauft und afrikanisches Essen angeboten.
Die Schülerinnen beschlossen den Erlös dem Verein der "Freunde der AIC Madagaskar e.V." zu übergeben, der damit vor allem Schüler und Studenten aus sehr armen
Familien oder Waisen unterstützen möchte.
Leonie und Herr Saborowski, der kommissarische Schulleiter, überreichten jetzt den Scheck an Anne Sturm, die Vorsitzende des Vereins.